Fördermöglichkeiten

Überblick über öffentliche Fördermöglichkeiten für Ihren Teilnehmerbeitrag

Die Investitionen in Ihre berufliche Weiterbildung sind nach dem deutschen Einkommensteuergesetz absetzbar. Sie können diese als Werbungskosten nach §§ 9 und 19 EStG geltend machen. Neben Ihrem Teilnehmerbeitrag zählen hierzu auch Reise- und Übernachtungskosten sowie Auslagen für Fachliteratur. Dadurch können Sie über Ihre jährliche Steuererklärung einen Teil Ihrer Weiterbildungskosten vom Fiskus wieder zurückholen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Teilnehmer aus der Bundesrepublik Deutschland eine staatliche Förderung für berufliche Weiterbildung in Anspruch nehmen. Ausgenommen sind davon jedoch meist individuell vereinbarte Einzel-Coachings. Für den Fall, dass Sie eine der nachfolgenden Fördermöglichkeiten nutzen möchten, dann melden Sie sich bitte erst nach Bewilligung Ihrer Förderung verbindlich bei uns an, da eine rückwirkende Bezuschussung nicht möglich ist. Kontaktieren Sie bei Fragen zu den einzelnen Fördermöglichkeiten bitte direkt die jeweils zuständige Beratungsstelle.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr erfolgen und trotz sorgfältiger Recherche kein Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit besteht.

Folgende staatliche Förderprogramme stehen zur Verfügung:

1. Bildungsprämie (bundesweit)

Bezugsberechtigte:
Prämiengutscheine für Erwerbstätige (mind. 15 Std./Woche) - auch Rentnerinnen und Rentner - mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 20.000 €. Bei Zusammenveranlagung liegt die Obergrenze bei 40.000 €. Bisherige Altersgrenze ist entfallen.

Art der Förderung:
Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Prämiengutscheine werden jährlich vergeben.

Höhe der Förderung:

50 % des Teilnehmerbeitrages, jedoch max. 500 € pro Prämiengutschein.

Kontakt & weiterführende Infos:
www.bildungspraemie.info; Tel. 0800/2623000

2. Bildungsscheck Brandenburg:

Bezugsberechtigte:
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in Brandenburg. Die Antragsstellung muss mindestens 8 Wochen vor Kursbeginn erfolgen.

Art der Förderung:
Teilnahme an einer individuellen arbeitsplatzunabhängigen beruflichen Weiterbildung, ausschließlich für Kurs- und Prüfungsgebühren. Die Weiterbildungsausgaben müssen mehr als 1.000 € betragen. 

Höhe der Förderung:
Bis zu 50 % des Teilnehmerbeitrages. Eine Antragstellung ist einmal im Jahr möglich.

Kontakt & weiterführende Infos:
www.masf.brandenburg.de; Tel. 0331/660-2200

3. Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen:

Bezugsberechtigte:
Beschäftigte aus Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeiter (bei individuellem Zugang: max. 30.000 € zu versteuerndes Jahreseinkommen bzw. bei gemeinsamer Veranlagung 60.000 € / bei betrieblichem Zugang: Arbeitnehmer mit einem Jahresbrutto von max. 39.000 €) sowie Berufsrückkehrende, Zugewanderte, Beschäftigte mit Nachqualifizierungsbedarf.

Art der Förderung:
Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung, die der beruflichen Qualifizierung dient, fachliche Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen vermittelt (keine arbeitsplatzbezogenen Maßnahmen).

Höhe der Förderung:
50 % des Teilnehmerbeitrages, max. 500 €. Im Zeitraum von zwei Kalenderjahren können Beschäftigte einen Bildungsscheck und Betriebe bis zu 10 Bildungsschecks in Anspruch nehmen.

Kontakt & weiterführende Infos:
www.bildungsscheck.nrw.de; Tel. 0211/837-1929

4. QualiScheck Rheinland-Pfalz:

Bezugsberechtigte:
Abhängig Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in Rheinland-Pfalz, die ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von mehr als 20.000 € bzw. 40.000 € bei gemeinsam Veranlagten haben oder die ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von weniger als 20.000 € bzw. 40.000 € bei gemeinsam Veranlagten haben, wenn die Weiterbildungskosten höher sind als 1.000 € (inkl. MwSt).

Art der Förderung:
Teilnahme an einer berufsbezogenen Weiterbildung zur Verbesserung der Fach-, Methoden- oder Sozialkompetenz. Berufsbezogen sind Weiterbildungen, die dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit in einem ausgeübten Beruf nutzen.

Höhe der Förderung:
60 % der direkten Weiterbildungskosten (Lehrgangs- und Prüfungsgebühren), jedoch max. 600 € pro Person und Jahr.

Kontakt & weiterführende Infos:
www.qualischeck.rlp.de; Tel. 0800/5888432

5. Weiterbildungsbonus 2020 Hamburg:

Bezugsberechtigte:
Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer (mind. 15 Std./Woche und mit Verdienst über 450 €/Monat) in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern sowie Existenzgründer / Selbstständige in der Aufbauphase. Antragstellung: 4 Wochen vor Weiterbildungsbeginn.

Art der Förderung:
Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildung und Qualifizierung mit einem Wert von über 250 €.

Höhe der Förderung:
Zielgruppenabhängig: I. d. R. 50 % bis 75 % des Teilnehmerbeitrages, max. Fördergrenzen ebenso je nach Zielgruppe. In Einzelfällen bis zu 100 %, dann max. 1.500 €. Beschäftigte im "Hamburger Modell" max. 2.000 €. Ein Weiterbildungsbonus kann alle zwei Jahre beantragt werden.

Kontakt & weiterführende Infos:
http://www.weiterbildungsbonus.net/; Tel. 040/2840783-17

6. Landesprogramm Arbeit Schleswig-Holstein:

Bezugsberechtigte:
Förderung unterschiedlicher Maßnahmen / unterschiedlicher Zielgruppen. Förderperiode 2014 - 2020

Kontakt & weiterführende Infos:
http://www.ib-sh.de

7. Kostenübernahme durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD):

Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) begleitet die Soldatinnen und Soldaten während ihrer militärischen Dienstzeit und hilft bei der Wiedereingliederung in den zivilen Arbeitsmarkt. Je nach Dauer der Dienstverpflichtungszeit stehen Soldatinnen und Soldaten nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG) u. a. Leistungen zur Förderung der beruflichen Bildung und zur Eingliederung in den Zivilberuf zur Verfügung.

Egal ob Ihr Ziel der öffentliche Dienst oder private Sektor ist, häufig gilt es als erstes ein komplexes Auswahlverfahren, wie z. B. ein Assessment-Center zu bestehen, um in die zivilie Arbeitswelt zu kommen. Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl Ihres optimalen Trainings und beraten Sie unverbindlich. Für die Beantragung von Fördergeldern bei Ihrem BFD erstellen wir Ihnen ein Angebot. Die Seminarkosten werden i. d. R. vom BFD übernommen.

8. Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit:

Da wir bei den Arbeitsagenturen nicht als Bildungsanbieter für Arbeitsuchende gelistet sind, ist eine Kostenübernahme grundsätzlich nicht vorgesehen. In Einzelfällen wurden Teilnehmerbeiträge für bestimmte Veranstaltungen jedoch schon von den Agenturen übernommen, z. B. für die Teilnahme an einem Assessment-Center-Training. Die Bewerber konnten in diesem Fall glaubhaft vermitteln, dass sie bereits in der engeren Auswahl für eine bestimmte Stelle sind, und ihre Einstellung noch vom positiven Ausgang eines Assessment-Centers abhängt.